Wer hat das nicht schon mal erlebt? Morgens reißt der Wecker einen abrupt aus dem Schlaf. Unausgeschlafen und verspannt quält man sich in das Badezimmer. Beim Blick in den Spiegel möchte man gleich wieder zurück in das Bett. Geht aber nicht, denn ein gefüllter Terminkalender wartet:
10 Uhr: Vorstandssitzung
11 Uhr: Abteilungsleiterkonferenz
13 Uhr: Arbeitsessen mit der Geschäftsleitung
15 Uhr: Vorstellungsgespräch des neuen Vertriebsleiters
19 Uhr: Vortrag zum 100jährigen Bestehen der Bank
Was also tun? Auf die Zähne beißen und den Tag angehen, auch wenn es schwer fällt. Nötigenfalls eine Schmerztablette nehmen und durch! „Nachher im Büro lasse ich mir von meiner Sekretärin einen Arztbesuch und einen Massagetermin vereinbaren. Irgendwie wird es schon gehen“, wird sich so mancher denken - sicherlich! Nur, die Fähigkeit an einem solchen Tag die einzelnen Anforderungen die das Leben einem bringt beweglich auf akzeptablen Niveau zu bestehen, schwindet oder ist zumindest stark
eingeschränkt.
Einflüsse während unseres Schlafes nehmen wir nur unbewusst wahr. Eine harmonisch gestaltete Umgebung der nächtlichen Schlafstätte begünstigt den guten und erholsamen Schlaf. Das wirkt sich dann positiv auf die Leistungskraft am Tag aus. Die Realität sieht aber oft anders aus: Schlafräume werden als Abstellräume für Koffer, Schuhkartonkisten und Dinge, die sonst nirgendwo untergebracht werden können, genutzt. Kleidungsstücke liegen herum und Berge von Büchern stapelten sich auf dem Fußboden. In einer solchen Umgebung gut zu schlafen und Kraft für
die Anforderungen des nächsten Tages zu schöpfen, ist überhaupt nicht möglich. Ernst von Feuchtersleben schrieb zu diesem Thema: „In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt“. Im Umkehrschluss und auf den Schlafraum bezogen heißt dies, in einem unaufgeräumten Zimmer bleibt die Seele unaufgeräumt, der Mensch fühlt sich unausgeschlafen. Wer für sich selbst einmal analysiert, in welcher Umgebung man die fünf bis acht Stunden Schlaf in der Nacht verbringt, wird überrascht sein: Ist der Schlafraum so ausgestattet, dass er zum Wohlbefinden beiträgt und nächtliche Erholung liefern kann? Oder stapeln sich die angesprochenen Dinge unter dem Bett, in den Ecken und auf den
Schränken? Quellen die Schranktüren bei leisester Berührung schon über, voll mit Garderobe, die meistens jahrelang sowieso nicht mehr getragen wurden? Entspricht die Matratze und die restliche Bettausstattung den derzeitigen körperlichen Anforderungen oder ist sie durchgelegen und hat schon 15 Jahre und mehr auf dem ”Buckel”? Ist der Schlafraum vielleicht feucht oder gar zu kalt? Wie wirken sich die Farben im Schlafzimmer auf die Bewohner aus? Lautet das Motto gar: „Wenn ich die Augen geschlossen habe, sehe ich ja sowieso nichts.“
Der Erholungskraft der Nacht sollte man sich stets bewusst sein. Tatsache ist, dass die Menschen rund ein Drittel ihres Lebens im Bett verbringen. Durch die Gewichtsbelastung in dieser Zeit und durch Bakterien sowie Feuchtigkeitsaufnahme nutzt die Bettinnenleben-Ausstattung ab und verschleißt. Dies ist den Meisten unbekannt und wird nicht bedacht. Vergleicht man die Nutzungsdauer eines Bettes (ca. 2200 Stunden pro Jahr) mit der durchschnittlichen Nutzung eines Autos - wer täglich etwa zwei Stunden im Auto verbringt, kommt auf rund 730 Stunden im Jahr – kann man feststellen, dass dies nur etwa dreißig Prozent der Zeit ist, die man im Bett während des Schlafens verbringt. So hört man oft: „Im Bett schlafen wir ja nur.“ Dabei wird aber ganz vergessen, dass dies der nächtliche Urlaub, die Erholung vom vergangenen und das Auftanken für den nächsten Tag ist.
"Nur wer gut schläft, ist auch gut wach.“ Wer diesen Rat befolgt und immer für die optimalen Bedingungen der Schlafumgebung und der Bettausstattung sorgt, der wird auch mit höchster Einsatz- und Überzeugungskraft in seinem Leben und Job brillieren.